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Rasenwissen: verbrannten Rasen retten

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Wie Sie den Rasen durch den Sommer bringen und wie Sie „verbrannten“ Rasen retten

Hitze, Sonne, zu wenig Wasser – bei Sommerhitze muss unser Rasen einiges mitmachen. Wir haben Tipps für die Hitzeperiode und für danach, damit auch gelb-brauner Rasen wieder zu einem grünen Teppich wird.

Nicht selten wird im Hochsommer aus grünen, kühlenden Rasenflächen nur noch verbranntes, braunes Gras mit kahlen Stellen. Extreme Hitze gepaart mit zu wenig Wasser verursacht richtig Stress beim Rasen, und das sieht man ihm auch an.

Wir erklären Ihnen warum das so ist und geben Ihnen drei wirkungsvolle Tipps. Mit diesen können Sie Ihren Rasen gut durch diese Zeit bringen bzw. auch danach wieder in Topform pflegen.

Fursarium

Warum Rasen im Sommer „verbrennt“?

Auch wenn es durch die gelb-braune Färbung, die Hitze und die Trockenheit so erscheinen mag: Tatsächlich verbrannt ist der Rasen nicht.
Die Verfärbung ist vielmehr ein Schutzmechanismus der Gräser, die als Hitze-Dormanz bezeichnet wird. Dormanz meint eine Ruhephase mit schwacher Stoffwechselaktivität, ähnlich einem „Sommerschlaf“, in den sich die Gräser begeben. So wie wir das vom Laub im Herbst kennen, ziehen die Gräser dann alle Reservestoffe aus den Halmen zurück in die Wurzeln. Sie warten sprichwörtlich auf bessere Zeiten mit weniger Hitze und einem mehr an Feuchtigkeit.

Rasenwissen: Optimale Wuchsbedingungen sind für Rasengräser etwa 22 – 25 °C bei ausreichender Feuchte und viel Licht. Ab 30 °C sind hingegen alle Lebensprozesse auf ein Minimum reduziert.

Tipp 1: Rasen gießen

Es klingt banal, aber der wichtigste Schritt, um einen braunen Rasen zu retten (oder zu verhindern, dass er überhaupt braun wird), ist das richtige Gießen. Wassermangel ist einer der Hauptgründe, der zu gelb-braunem Rasen führt. Wir empfehlen zum Bewässern einen Rasensprenger, denn dieser verteilt das Wasser gleichmäßig auf dem Rasen. Eine Regel sollte auch im Sommer immer eingehalten werden: zwei bis dreimal Mal wöchentlich ordentlich viel gießen (ca. 15 – 20 Litern pro Quadratmeter) und nicht täglich ein bisschen. Die Grasnarbe muss bis tief zu den Wurzeln durchfeuchtet werden. Der tägliche kurze Guss hat keine Erholungswirkung – das Wasser verdunstet sofort an der Oberfläche und erreicht niemals die Wurzeln. 

Hier geht‘s zu den Tipps wie Sie den Rasen richtig wässern

Tipp 2: Rasen schonen

Fußballspielen, Toben, Grillen und Picknicken – das alles möchten wir auf unserem Rasen tun. Ist der Rasen im Sommer jedoch einmal trocken und braun, heißt es: Ruhe ist die beste Medizin. Mit jedem Schritt wird sonst die bereits überstrapazierte Grasnarbe weiter beschädigt und verliert damit an Gesundheit und Regenerationskraft. Versuchen Sie also, Ihren Rasen so gut es geht zu schonen. Das bedeutet sogar, dass ein Rasen, der nicht wächst und gelblich ist, auch nicht gemäht werden sollte. Achten Sie daher auch darauf, dass der Rasenmover in seiner Station bleibt und nicht täglich seine Bahnen zieht und das Blatt verletzt. 

Extratipp 1 zum Mähen: Rasenhalme länger lassen als im Frühling. 

Generell gilt im Sommer, dass die Gräser um einige Zentimeter länger bleiben sollen als im Frühjahr und Herbst. 4 cm Halmlänge ist im Sommer das Minimum – grundsätzlich gilt, je länger der Rasen, umso weniger Sonne trifft auf den Boden und umso weniger Wasser verdunstet. Das bedeutet auch, dass ein etwas längerer Rasen auch Wasser besser speichert und somit spart.

Extratipp 2 zum Mähen: Messer schärfen, um Krankheiten vorzubeugen.

Bitte achten Sie auf scharfe Messer, damit der Schnitt nicht die Blätter „zerfetzt“ und damit die Eintrittsfläche für Pilze und Bakterien vergrößert. Ein glatter Schnitt ist das ganze Jahr über wichtig, aber im Sommer ganz besonders. 

Tipp 3: im Spätsommer kaliumreichen Herbstdünger verwenden

Ein Dünger für das ganze Jahr wäre toll und angenehm, ist der Rasen aber erstmals einer Trockenperiode ausgesetzt gewesen, muss ein spezieller, kaliumreicher Herbstdünger verwendet werden. Ein höherer Kaliumanteil verbessert neben der Frosttoleranz nämlich die Effizienz der Wasseraufnahme und die Stabilität der Zellwände. Damit kann weniger Wasser aus den Gräsern entweichen und bleibt besser für das Blatt verfügbar. Die kaliumbetonte Herbstrasendüngung ist also bereits die Vorbereitung für einen grünen Rasen im nächsten Sommer und bringt auch eine gute Erholung für die Rasenfläche, die gelitten hat.

Wir empfehlen für den Gebrauch in Hausgärten, Spielplätzen oder Liegeflächen den organischen Dünger von Malta Flor. Der Langzeitdünger mit mehr Kalium ist „Seed-o-Gran Finale“ – damit werden die Mikroorganismen und das Bodenleben langfristig gestärkt, damit sich der Rasen einerseits gut von der Sommerhitze erholt und andererseits gut für den Winter vorbereitet wird. 

Der beste Zeitpunkt für die Herbstrasendüngung mit organischem Dünger ist übrigens bereits der Spätsommer bis spätestens September, damit die Gräser noch ausreichend Zeit haben, die Nährstoffe vollständig aufzunehmen.

Die Vorteile eines organischen Herbstrasendüngers auf einen Blick:

  • Extraportion Kalium sorgt für verbesserte Winterhärte und Trockenheitstoleranz
  • Langfristig verfügbarer Stickstoff für ein schnelles und gesundes Wachstum im Frühjahr
  • Organische Zusammensetzung schont die Umwelt sowie alle Haus- und Gartentiere
  • Das rein pflanzliche Dünger-Granulat unterstützt ein gesundes Bodenleben
  • Rasen kann direkt nach der Düngung wieder von Menschen und Tieren betreten werden

Noch ein extra Hinweis zum Düngen: Auch die Frühjahrsdüngung ist bereits eine wichtige Prophylaxe für einen grünen, robusten Rasen im Sommer. Denn wenn die Wurzeln im Frühjahr durch gute Nährstoffversorgung kräftig wachsen können, können sie die Gräser im Sommer besser mit Wasser versorgen. Wir empfehlen daher auch im Frühling organischen Rasendünger, denn diese spornen die Wurzeln zu besserem Wachstum an.